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Argumentationshilfen

Im folgenden finden Sie eine Sammlung verschiedener Gründe die für Glasfaser und gegen Kupferleitungen sprechen.

Technische Gründe

  • Unsere Orte gelten mit einer Download-Geschwindigkeit von größtenteils unter 2Mb/s als unterversorgt und genügt den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Internetgeschwindigkeit nicht mehr. Mittlerweile gilt als guter Versorgungsstandard eine Geschwindigkeit von 50Mb/s. Die Anforderungen an eine schnelle Internetverbindung werden sich weiter erhöhen, sodass auch eine Geschwindigkeit von 50Mb/s nicht zukunftssicher sein wird.
  • Vor 10 Jahre galt ISDN als Stand der Technik und für Internet völlig ausreichend. Bei Kanalbündelung erreicht man 128 Kb/s. Das ist ein Zehntel dessen was wir heute mit DSL haben und völlig untauglich. In weiteren 10 Jahren werden Sie mit 2Mb/s (Spitzenwert in Wallrath 2014) technisch völlig isoliert sein.
  • Die im Boden verlegte Glasfaser ist dagegen zukunftssicher, es gibt (fast) keine Limitierungen der Geschwindigkeit. Wir fangen mit 100Mb/s an und könnten heute schon technisch bis zu 1Gb/s (das sind 1.000Mb/s) nutzen.
  • Glasfaser verliert mit dem Alter nicht seine technische Qualität, Kupfer korrodiert.
  • In den letzten 10 Jahren sind HD Fernsehgeräte in den meisten Haushalten „angekommen“. Nun startet UltraHD mit der vierfachen Auflösung den nächsten Schritt. In 10 Jahren wird sich diese Technik so verbreitet haben wie heute HD Fernseher. UltraHD benötigt 80Mb/s Bandbreite, ohne Glasfaser wird es in unseren Dörfern niemals nutzbar sein, da die vorhandene Infrastruktur (kein Kabelfernsehen, lange Kupferleitungen) dies nicht abdeckt. Auch eine Verlegung von Glasfaser zu den Verteilerkästen wird nicht ausreichend sein.
  • Die Entfernung zum nächsten „Vermittlungskasten“ spielt anders als bei Kupfer bei Glasfaser keine Rolle, da eine optische Signalübertragung keine technische, entfernungsabhängige Bandbreitenbegrenzung hat. Unterseekabel, die Kontinente verbinden, werden mit Glasfaser realisiert.
  • Funktechnologien (UMTS, LTE, ...) sind ein geteiltes Medium. Je besser die Anbieter ihr Produkt verkaufen, umso langsamer wird die gemeinsame Nutzung. Glasfaser bietet eine direkte und ungeteilte Datenübermittlung. Jeder Haushalt wird über eigene Fasern angeschlossen. Dadurch ist es egal wie viele Menschen zeitgleich im Dorf auch Internet nutzen (bei DSL und Funktechnologie ist das anders!)
  • Funktechnologien werden in geografisch benachteiligten Orten wie bspw. Wallrath (liegt in einer Senke) nie ausreichend nutzbar sein, die Anbieter müssten für das jeweilige Dorf eigene Funkzellen einrichten, was sich bei der Anzahl möglicher Kunden nicht rechnet.
  • Moderne DSL Technologien (VDSL oder ganz neu: Vectoring) können nur bei sehr kurzen Kupferleitungen eingesetzt werden. Daher wird diese Technologie in unseren Dörfern nicht zum tragen kommen, die Geschwindigkeit ist abhängig von der Länge der Kupferleitung.

Monetäre Gründe

  • Während der ersten Angebotsphase wird der Glasfaseranschluss kostenfrei bis in die Wohneinheiten (Wohnungen/Häuser) gelegt. Die Kosten späterer Beauftragungen müssen durch den Beauftragenden/Grundstücksbesitzer getragen werden. Stand heute: gut 800,- und mehr, je nach Komplexität. Die Bau- und Arbeitskosten werden in Zukunft sicherlich nicht billiger werden.
  • Steigerung der Attraktivität für Mietwohnungen oder Häuser bei Vermietung/Verkauf. Wer heute Mieter und/oder Käufer sucht und kein schnelles Internet vorweisen kann, findet deutlich weniger Interessenten (wenn überhaupt...). In naher Zukunft wird es immer schwieriger werden. Denken Sie dabei auch an mögliche Erben.
  • Die Deutsche Glasfaser rechnet mit einer Amortisierung von 15 Jahren für Ihr Produkt. Börsennotierte Firmen wie Telekom, Vodafone, 1&1, Eplus, usw. müssen Ihre Aktionäre kurzfristig beglücken und scheuen langfristige Investitionen. Ohne öffentliche Förderung der Deckungslücke wird nichts passieren. Und wenn doch: der komplette Ausbau mit Glasfaser wurde durch Telekom und Vodafone bereits abgelehnt. Sie werden nur die zentralen Knotenpunkte per Glasfaser näher an die Dörfer bringen. Im Dorf bleibt es bei Kupferleitungen und damit bei maximal 50Mb/s.
  • Nach zwei Jahren entfällt ist die Bindung der beiden Provider und durch den dann freien Wettbewerb werden die Preise sicherlich nicht steigen, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach fallen. Ab dann können alle Anbieter (Telekom Vodafone, 1&1, ...) Ihre Produkte über die vorhandene Glasfaser anbieten. Die Deutsche Glasfaser stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung.

Soziale Gründe

  • Kinder und Studenten brauchen eine Onlineanbindung für Schule und Studium. Heute ist die Nutzung des Internet fast schon zwingend, das wird sich in der Zukunft verstärken.
  • Selbständige und Arbeitnehmer müssen oder wollen immer häufiger von zu Hause arbeiten und sich mit Firmen verbinden. Man denke nur an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die mit einer Möglichkeit ganz, oder teilweise, von zu Hause zu arbeiten viel leichter gelingt. Mit dem aktuellen Stand der Technik ist das heute fast unmöglich und wird in Zukunft mit den steigenden Anforderungen an Bandbreite immer schlechter werden.
  • Denken Sie an Ihre Nachbarn, die auf schnelles Internet angewiesen sind. Mit wenig Aufwand helfen Sie Ihren Nachbarn, Sie können nach zwei Jahren Vertragslaufzeit jederzeit wieder das immer noch vorhandene Kupferkabel nutzen und bei Telekom, Vodafone und Co. wieder telefonieren oder ins Internet gehen. Sollten wir jedoch die Quote von 40% nicht schaffen, wird sich auf sehr lange Zeit nichts tun.

Kontextspalte

DIN A5 Broschüre der Deutschen Glasfaser

Broschüre der Deutschen Glasfaser

Wir haben Ihnen per Wurfpost neben unserem Infoschrieben und einem Vertragsdokument auch eine Infoibroschüre der Deutschen Glasfaser eingeworfen. Falls Sie die Broschüre verlegt haben, können Sie diese hier herunterladen.

Anschlußmöglichkeiten des Glasfaser-Routers

Anschlussvarianten des Glasfaser-Routers
Anschlussvarianten des Glasfaser-Routers

Dieser Download bietet konkrete Informationen des zum Einsatz kommenden Glasfaser-Routers bzgl. Anschlußmöglichkeiten, Ports und Schnittstellen. Auch werden verschiedene Szenarien grafisch aufbereitet und vereinfacht dargestellt.

Verschiedene Anschlußvarianten vorhandener Technik

Anschlussvarianten FTTH

Ein sehr gutes Dokument aus dem Fundus der "Bürger für Glasfaser" aus dem Kreis Heinsberg zeigt die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten vorhandener Technik an den durch die Deutsche Glasfaser bzw. die jeweiligen Provider gestellten Zugangsrouter. Hier wird beschrieben, wie ISDN Anlagen weiter genutzt werden könne, wie man Kabelfernsehen nutzt, analoge Telefone (stationär oder DECT) angeschlossen werden oder vorhandene eigene Router (bspw. Fritzbox o.ä.) weiter verwendet werden können.