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Loadbalancing, Traffic Management und Application Delivery

Wenn das Leben einfach wäre, gäbe es keine IT

Im realen Leben und dem Spannungsfeld um konkurrierende Zugriffe auf knappe Ressourcen (hier: Endgeräte und zentrale Server), benötigt es intelligente Verfahren, um die Anwender dennoch zufrieden zustellen.

Der klassische Ansatz ist "Klasse mit Masse" oder "viel hilft viel". Wenn ein Server nicht mehr ausreicht, um die Last der Clients abzudecken, dann müssen halt mehr Server her. Loadbalancing war geboren.

Um heutigen Anforderungen wie Sessionmanagement, Server- und/oder Performance-abhängige Lastverteilung, intelligentes Caching, Content Inspection oder Priorisierungen anwenden zu können, kommen moderne Systeme, sogenannte Application Delivery Controller, zum Einsatz.

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Loadbalancer können mehr als nur Web

Der Begriff Loadbalancer ist noch fest in den Köpfen vieler IT Experten verankert, beschreibt er doch sehr gut eine der Hauptaufgaben dieser Systeme: die eingehende Last auf viele Server mehr oder weniger schlau zu verteilen.

Ab hier verwenden wir nicht mehr den antiquierten Begriff Loadbalancer, sondern verwenden das besser passende Akronym ADC (s. auch rechte Spalte).

Der Einsatz von ADCs gibt dem IT Verantwortlichen zwei wesentliche Dinge in die Hand: Verfügbarkeit und Performance. Auf dieser Seite widmen wir uns primär dem Thema Verfügbarkeit. Die Aspekte zu Performance werden hier detaillierter betrachtet.

Der Haupteinsatzzweck eines ADC wird in aller Regel im Webumfeld zu finden sein. ADC können aber eine Menge mehr Protokolle als nur http(s). Sehr viele TCP basierende Dienste lassen sich über einen ADC optimieren. Bspw. können Emailserver, Verzeichnisdienste (LDAP, AD) oder Monitoringsysteme über ADC angesprochen werden.

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Erhöhung der Verfügbarkeit und Kenntnis der Business Logik

Wenn die ADC als HA-Cluster eingerichtet sind, wird die Verfügbarkeit durch die zwei Eigenschaften Lastverteilung und Server Health Monitoring erhöht: der Ausfall von Backendservern wird erkannt und zuverlässig behandelt.

Die Möglichkeiten des Server Health Monitoring können durch Scripting auf dem ADC und auf dem benutzten Service so gesteigert werden, dass nicht nur die Verfügbarkeit des Netzes, der Serverhardware oder des Webservers geprüft wird, sondern Sie können die Anwendung oder den Service direkt auf Anwendungsebene prüfen. Der ADC versteht Ihre Business Logik und kann Backend Server aus der Lastverteilung nehmen, wenn die Business Logik gestört ist.

Hört sich das für Sie interessant an? Dann sprechen Sie uns an, wir liefern Ihnen gerne mehr Informationen zu diesem spannenden Thema.

Kontextspalte

Cloud Systeme sind auch "bloß" Server

Cloud Systeme sind im Grunde auch nichts anderes als zentrale Server. Der Begriff "zentral" ist in der Cloud nicht auf die Lokalität bezogen, sondern auf die Exklusivität der Dienste.

Das ist natürlich eine sehr grobe Vereinfachung, hilft aber etwas den Nebel um die Wolke zu lichten. Mehr zum Thema Cloud finden Sie auf unseren Seiten

Was ist ein ADC?

Ein Application Delivery Controller (oder auch "Loadbalancer Next Generation") sorgt dafür, dass die Anwendungskommunikation zwischen Client und Server schnell und zuverlässig abgewickelt wird. Moderne ADC arbeiten dabei sowohl auf Layer 4, als auch auf Layer 7 und sind so mit der Anwendung durch das Wissen über die Business Logik verbunden.

Mehr dazu hier oder hier.

Buchempfehlungen

Buchvorschlag zum Thema Loadbalancing und ADC
Optimizing Network Performance with Content Switching

Das Standardwerk (ein etwas älteres, aber dennoch aktuelles Buch) zum Thema Loadbalancing und ADC ist bei Amazon erhältlich.